Tübingen
Klöpfer & Meyer, 2003
ISBN 3-421-05761-3
ca. 225 Seiten
geb. mit Schutzumschlag
€ 19,50


Verlagsinfos:


Textausschnitt:

»Die Ankunft zu einer Lesung: Wir fahren vor ein Hotel. Die Tür des Volvos wird von außen geöffnet. Ich bleibe sitzen. Schließlich steige ich aus. Wenn es regnet, spannt man einen Schirm über mir aus. Ich werde von ausgewählten Menschen begrüßt. Mancher, dem ich die Hand schüttle, sagte danke … Frage einer Redakteurin: Ob ich Neorealist sei? Meine Gegenfrage: Ob sie mich massieren würde?«

»Ich lese Abend für Abend. Ich lese das langweiligste Buch, das ich je gelesen habe! Ich lese und lese und lenke mich ab, indem ich immer öfter aufschaue und mein Publikum beobachte. Sehe eine schwach atmende Gestalt, um die ich mir ernsthaft Sorgen mache. Sehe ein Mädchen, das dem Ende der Lesung entgegenträumt – oder dem Ende einer Reise? Sie sitzt starrblickend wie in einem Nachtflug, Flug von New York nach Frankfurt, auf der Höhe von Grönland. Sie fröstelt. Jemand sollte ihr eine Decke bringen.«


Aus dem Verlagsprospekt:

»Ein gefeierter Schriftsteller auf Lesereise, quer durch die Republik, jeden Abend in einem anderen Saal … Auf dem Umschlag des Buches nur sein Gesicht, ohne Namen, ohne Titel. Auch der Inhalt ist namenlos, geradezu unverständlich, der langweiligste Roman, den der Autor je gelesen hat. Das Buch ist nur der Vorwand, der Anlaß für das Gesicht auf dem Cover … Denn der Zufall will es, der Schriftsteller sieht aus wie Er, der legendäre, weltberühmte, längst tote Autor Vašicek. Luxuriös im Verlagshaus einquartiert, erlebt die Figur des Schriftstellers seine Verwandlung in ein Stück perfekt verpackter, genauestens berechneter Ware, die ihren Weg auf dem Markt antritt.

In diesem abgründigen, zwischen beklemmendem Witz und lustvoller Absurdität schwankenden Roman gelingt Joachim Zelter beides: Den Leser verblüffend komisch zu unterhalten und zugleich die Mechanismen des gegenwärtigen Literaturbetriebs radikal weiterzudenken – deren logisches Ende nicht weniger bedeuten würde als das Ende der Literatur.«


SWR-Bestenliste im Monat April 2003


Pressestimmen:

„Bedrückend, absurd und unsagbar komisch.“
Literatour-Express

„Ein klasse Buch.“
Schwäbisches Tagblatt

„Hintersinnige, Kafkaeske Abrechnung mit dem Literaturbetrieb.“
Augsburger Allgemeine

„Ein spitzfindiges Leservergnügen mit fein untergemischtem Gift.“
Wilhelmshavener Zeitung

 „Den Literaturbetrieb aufs Vorzüglichste bloßgestellt.“
Titel: Magazin für Literatur und Film

„Eine originelle und hintergründige Satire auf das literarische Leben in Deutschland. Ein Feuerwerk der Komik.“
Saarländischer Rundfunk

„Zelter, der Übertreibungskünstler, ist wieder ganz in seinem Element.“
Reutlinger General-Anzeiger

„Ein großartiger Roman.“
Literaturtipp.com

„Grotesk komische Abrechnung mit dem Literaturbetrieb.“
Stuttgarter Nachrichten

„Geistreich, belesen, wortgewandt, witzig.“
Heilbronner Stimme

„Ein Meister der mit jedem Wort trefflichen Situationsgroteske. Ein Sprachkunstwerk.“
Salzburger Nachrichten

„Lustvoll absurder und zugleich abgründiger Roman.“
Reutlinger Nachrichten

„Ein Buch für literarische Feinschmecker.“
Chiemgauer Blätter

„Eine Schriftstellersatire voller skurriler Ideen.“
Stuttgarter Zeitung

„Kabinettstück der Sprachkunst.“
Börsenblatt. Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel

„Gepfeffertes Lesefutter mit einem Schuß von Crime und Sex für Fans von Kult-Autoren.“
Nürnberger Nachrichten

„Ein genialer Roman.“
Badische Zeitung

„Voller Sprach- und Situationswitz sowie intellektueller Schärfe.“
Südkurier

„So könnte es aussehen, das Horrorszenario von der Wiedergeburt des Autors nach dem Tod des Autors.“
Kieler Nachrichten

„Ein lustvolles Spiel mit den Möglichkeiten von Sprache, damit, daß Worte Wirklichkeiten schaffen – oder Illusionen von ihr.“
Kulturspiegel/SPIEGEL (Mai, 2003)

„Schnappschüsse aus der Literaturszene von satirischer Qualität … Die galoppierende Entmündigung des Schreibenden durch den Produzierenden.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Hörprobe:

Das Gesicht. Roman eines Schriftstellers

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