Schule der Arbeitslosen

WEITERE BÜCHER

Joachim Zelter ׀ Schule der Arbeitslosen ׀ Roman
Tübingen: Klöpfer & Meyer, 2006
2. Auflage, August 2006
3. Aufl. 2007
4. Aufl., Oktober 2010
5. Aufl., Oktober 2017
eBook, August 2014
ISBN: 3-937667-71-7
eBook ISBN:
9783863512347
ca. 200 Seiten geb. mit Schutzumschlag
€ 19,90

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Textausschnitte:

»Manche Teilnehmer stehen in der Tat wie Schüler – vor ihrer Einschulung. Oder kurz vor ihrer Versendung in ein Internat. Sie stehen in übertriebener Haltung, in steifarmiger Beherrschtheit neben ihren Familien und erleben wortlos ihren Abschied.«

»Und wenn, heißt es in einer Studie der Bundesagentur, und wenn sie nur lernen zeitig aufzustehen, hat sich die Maßnahme bereits gelohnt.«

»Durch die Korridore hört man Sätze wie: ›Er macht seinen Doktor nicht fertig, ohne jeden Grund, ohne einen wirklichen Grund, aber redet von Wahrheit. Wen interessiert hier Wahrheit?! Keine Ihrer Wahrheiten wird Ihnen irgendeine Stelle einbringen. Keine!‹«

»Tage vorher hatte Roland Bergmann die Idee auf einen Zettel geschrieben und ihn Karla während des Unterrichts zugeschoben. Einige Stunden später schob sie ihm ihre Antwort zurück: ›Ich weiß es nicht … Ich würde überall gerne mit Dir zusammen sein, nur nicht in diesem Zimmer.‹«

 

Aus dem Verlagsprospekt:

Deutschland in naher Zukunft: Beklommen steigt eine Gruppe Reisender in einen bereitgestellten Bus und fährt einer neuartigen, überaus angepriesenen Fortbildung für Arbeitslose entgegen, dem Camp Sphericon. Auf der Busseite sieht man das Logo der Bundesagentur und den Slogan: Deutschland bewegt sich.

Geduckt sitzen die Trainees am Computer und feilen an ihren Lebensläufen. Sie nächtigen in provisorisch hergerichteten Schlafsälen. Ihr Essen erhalten sie aus Automaten, in Menge und Qualität gestaffelt nach den Leistungen der Vorwoche. Und dann gibt es noch den Fitnessraum und den Samstagabend und für die ganz Kontaktfreudigen die Weekend Suite … sowie die Stelle eines Trainers in Sphericon, um die sich die Teilnehmer bewerben sollen … – mit allen Mitteln …

Joachim Zelters Roman ist in einer nahen Zukunft angesiedelt, in der arbeitslosen neuen Welt, die auf immer extremere Weise nach »Lösungen« sucht und sie im Allerverborgensten auch gefunden hat …

 

SWR-Bestenliste im Monat Mai 2006

Übersetzungen ins Französische und Italienische

chomeurs academy


Presse:

„Eine neue Brave New World.”
Karl Corino

„Denkbar kälteste Attacke auf den Mythos Vollbeschäftigung.“
Süddeutsche Zeitung

„Zelter findet für diesen Stoff eine beklemmend sachliche Sprache, doch zwischen den Zeilen ist der Roman erschütternd.“
ZEIT ONLINE

„Als hätten sich Aldous Huxley und George Orwell im Marx-Lesekreis kennengelernt und unter dem Pseudonym Joachim Zelter eine […] zugespitzte Vision des Grauens aufgeschrieben.“
kritisch-lesen.de

„Ein großer, ein eminent wichtiger Roman.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

„Beängstigend aktuell. Thematisch sein brisantestes Buch und stilistisch sein bestes.“
Berliner Zeitung

„Messerscharf, mit knapper aber umso präziserer Sprache.“
taz

„Emotionslose Beschreibung einer düsteren Zukunftswelt.“
dpa

„Trifft ins Mark der deutschen Wirklichkeit.“
Sonntag Aktuell

„Diese halb kafkaeske, halb Orwellsche Utopie scheint auf grausame Weise längst Realität.“
Deutschlandradio

„Eigenwillig und äußerst spannend geschrieben.“
SWR

„Zukunftsthriller, der beunruhigt und provoziert.“
Sächsische Zeitung

„Bitterböser Science-Fiction-Roman über ein hochaktuelles Thema.“
Aachener Nachrichten

„Beängstigend realistische Zukunftsvision.“
Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Beklemmende Zukunftsvision einer Gesellschaft der Bürger ohne Arbeit.“
Nürnberger Zeitung

„Ein Roman, mit dem sich unsere Gesellschaft wird beschäftigen müssen.“
Stuttgarter Nachrichten

„Satire ist nicht das Gegenteil von Wirklichkeit, sondern deren Übertreibung. Diese hat Joachim Zelter gut hinbekommen.“
Stuttgarter Zeitung

„Eine Philippika. Was bei Huxley und Orwell futuristisch anmutete, ist bei Zelter einem beklemmenden Realismus verpflichtet.“
Badische Zeitung

„Schöne, neue Arbeitswelt! Das Bedrückende an dieser negativen Utopie ist, dass sie zum Greifen nah scheint.“
Südkurier

„Sarkastisch, zynisch, temporeich. Man bekommt Schweißausbrüche.“
Lindauer Zeitung

„Gnadenlos und nah an der Zeit.“
Schwäbisches Tagblatt

„Extrapoliert wohin die Reise geht, in eine Zeit völliger Rechtlosigkeit, Entsolidarisierung und Entmenschlichung.“
Badische Neueste Nachrichten

„Ein schmerzhaft klarer Blick in eine düstere, nahe Zukunft.“
Literaturkritik.de

Eiskalte Satire und grimmiger Spaß von hohen stilistischen Graden.“
Saarbrücker Zeitung

„Zieht den Grad zwischen Belustigung und Entsetzen so haarscharf, dass das Lachen im Halse stecken bleibt.“
Reutlinger Generalanzeiger

„Ein hartes Buch, und gerade deshalb jedoch ein Buch, das den Leser emotional anrührt.“
Zitty, Berlin

„Dem Unbehagen an einem neoliberal-autoritären Maßnahmenregime verleiht Joachim Zelter eine schlüssige Gestalt.“
Jungle World, Wochenzeitung

„Bitterböse Satire auf den Neuen Kapitalismus.“
Märkische Zeitung

„Beängstigend nah an der Realität.“
Konkret

„Lesenswert.“
Augsburger Zeitung

„Un puissant roman de l’aliénation sociale, servi par une rhétorique glacée, qui ne laisse aucune place à la chaleur humaine. “
Le Monde

[Leider stellt die FAZ derzeit zitierende Werknutzung in Rechnung. Deshalb können Zitate aus dieser Zeitung über meine Bücher hier nicht mehr veröffentlicht werden.]
FAZ

 

 

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